Features im Radio

Features

Mittwoch 09:05 Uhr Bayern 2

radioWissen

Entfremdung Philosophie der Zerrissenheit Gelassenheit Was ist das, wie geht das? Das Kalenderblatt 1.2.1827 Erste Stadtpläne von London zu haben . Entfremdung - Philosophie der Zerrissenheit Autorin: Karin Lamsfuß / Regie: Christiane Klenz Wir quälen und schon morgens früh im Dunkeln in endlosen Autoschlangen über die Autobahn. Um dann den ganzen Tag in künstlich belüfteten Bürotürmen bei Neonlicht eine Arbeit zu machen, deren Sinn wir schon längst nicht mehr verstehen. Mittags essen wir pestizidbelastetes Junkfood und retten uns mit viel Kaffee durch den Nachmittag. Wir kommen abends erschöpft zuhause an, ohne dass ein Sonnenstrahl unsere Haut berührt hat. Als vermeintliche Entspannung konsumieren viele von uns Mord und Totschlag im Fernsehen oder Internet. So vergeht Tag für Tag, Jahr für Jahr - bis zur schmalen Rente. Wir haben schon längst das Gefühl für Rhythmen wie Tag und Nacht und die Jahreszeiten verloren, den Wechsel aus Anspannung und Entspannung, von kraftvoller Bewegung und Erschöpfung. Mit der menschlichen Natur, die aus Pulsation besteht, hat das nichts mehr zu tun. Warum tun wir uns das freiwillig an? Ist es die Angst vor Versagen? Oder die seelenlose, rein profitorientierte Wirtschaft, die den Takt vorgibt? Viele Menschen leben jedenfalls nicht ihr eigenes Leben, sondern das, was andere von ihnen fordern. Und zahlen den Preis, dass ihre Sinne verkümmern, sie vereinsamen, krank werden und ausbrennen. Erstsendung 9. Mai 2018 Gelassenheit - was ist das, wie geht das? Autorin: Inka Kübel / Regie: Silke Wolfrum Wir wünschen uns ein Leben in Gelassenheit - aber der Mehrheit von uns gelingt es nicht, sie zu erreichen oder dauerhaft zu erhalten. Warum fällt uns Gelassenheit so schwer? Liegt es an unserem modernen hektischen Alltag? Leistungsdruck, äußere Anforderungen und innere Antreiber scheinen einer gelassenen Haltung entgegenzustehen. So sind Unruhe und Nervosität für viele Menschen ein gewohnter Lebens-Modus. Die aktuellen Krisen von Corona über Klima bis Krieg, machen zusätzlich Sorgen und steigern Angst und Unruhe. Aber ist das der Hauptgrund für unsere Anspannung? Schließlich gibt es Menschen, die auch unter schwierigsten Bedingungen ausgeglichen und ruhig bleiben. Was unterscheidet sie? Sind sie wirklich gelassen, oder haben sie nur mehr Selbstbeherrschung? Sind sie womöglich abgestumpft und gleichgültig? Eine Unterscheidung ist wichtig, denn Gelassenheit ist von Resignation weit entfernt. Was macht diesen begehrten Seelenzustand also aus? Und was können wir tun - oder lassen - um gelassen zu werden? Von der Antike bis in unsere moderne Welt ähneln sich die Fragestellungen und die Antworten sind teils überraschend. Moderation: Florian Kummert Redaktion: Bernhard Kastner

Mittwoch 13:34 Uhr WDR5

Neugier genügt - Das Feature

Ein halbes Jahr nach dem EM-Endspiel

Mittwoch 15:05 Uhr Bayern 2

radioWissen am Nachmittag

Alles raus! Wegschmeißen und Aufräumen Schluss damit! Anleitungen zum Aufhören Das Kalenderblatt 1.2.1827 Erste Stadtpläne von London zu haben Von Julia Devlin . Alles raus! - Wegschmeißen und Aufräumen Autor: Simon Demmelhuber / Regie: Kirsten Böttcher Ausgetretene Schuhe, abgenutzte Kleider, verbogene Brillen, ausrangierte Elektrogeräte - eigentlich müsste das weg, ab in den Müll! Aber nur nichts überstürzen. Vielleicht ist das eine oder andere noch brauchbar, entpuppt sich als wertvoll oder sogar entbehrlich? Dann lieber aufheben, auch wenn die Wahrscheinlichkeit, dass wir den Kram je wieder nutzen, gegen Null geht. Warum fällt uns der Abschied von ausgemustertem Plunder trotzdem so schwer? Weil wir evolutionär darauf getrimmt sind, Vorräte anzulegen. Und weil Dinge Sicherheit schaffen, Gefühle und Erinnerungen binden, Identität gründen und verbürgen. So weit, so normal. Anders liegt die Sache, wenn sich das sentimentale oder auch nur bequeme Einlagern zum pathologischen Horten auswächst. Sobald allein die Vorstellung, sich von Dingen zu trennen, Stress, Panik, Angst- und Schuldgefühle auslöst, sobald das Anhäufen wert- und nutzloser Gegenstände unkontrollierbar wird, ist therapeutische Hilfe nötig. Das unkontrollierte Vollstopfen von Kellern, Dachböden, Garagen und Wohnräumen birgt letztlich nicht nur Hygiene- oder Sicherheitsrisiken. Auch persönlich, familiär, sozial und beruflich hat die als eigenes Störungsbild erkannte Krankheit ein erhebliches Zerstörungspotenzial. Schluss damit! - Anleitungen zum Aufhören Autor: Rolf Cantzen / Regie: Martin Trauner "Man muss wissen, wann man aufhört" - die Schriftstellerin Ingeborg Bachmann sagte das, als sie gefragt wurde, warum sie keine Gedichte mehr schreibe. Und der Ex-Fußball-Profi Günter Netzer begründete sein Aufhören als Kommentator: "Warum ich aufhöre? Weil ich nichts mehr zu sagen habe." Es scheint eine besondere Kunst zu sein, rechtzeitig aufzuhören. Viele Menschen beherrschen sie nicht. Sie machen weiter, bis sie zusammenbrechen oder zum Aufhören gezwungen werden. Das Aufhören unterliegt in der Leistungs- und Konkurrenzgesellschaft dem Verdacht der Schwäche: Man schafft es nicht mehr, den ständig neuen Anforderungen flexibel zu genügen und gibt resigniert auf, wirft die Flinte ins Korn und kapituliert. Ein solches Aufhören ist unfreiwillig und erzwungen. Zu einer Kunst wird das Aufhören, wenn der Mensch in sich hineinhört und sich dann entschließt, "auszusteigen", mit etwas bewusst Schluss zu machen - mit einem Job, mit einer Beziehung, mit alten Gewohnheiten, damit einem Befehl oder einer Anordnung keinen Gehorsam mehr zu leisten. Ein solches Aufhören ist ein Akt der Freiheit. Erstsendung 05.01.2011 Moderation: Redaktion: Bernhard Kastner

Mittwoch 19:00 Uhr rbb Kultur

Feature

Schnee auf Pflaumenblüte Japanische Frühlingsgeschichten Von Malte Jaspersen Japanischer Frühling: Motiv unzähliger Haikus und schmachtender Schlager, spektakulärer Kabuki und eleganter NohTheaterstücke, Kurzgeschichten und Romane, Zeit des ritualisierten Neubeginns und  der Jahressteuererklärung. Der japanische Frühling beginnt im Winter. Setsubun, das Fest des Frühlingsanfangs, fällt auf Anfang Februar, die Zeit der ersten Pflaumenblüte. In ShintoSchreinen bitten die Menschen ihre Götter um Glück, dann bewerfen sie die Teufel des Winters mit Bohnen. Regie: Malte Jaspersen Produktion: rbb/ BR/NDR 2004

Mittwoch 19:30 Uhr Deutschlandfunk Kultur

Zeitfragen. Feature

Wie weiter? Geschichtskultur ohne Zeitzeugen Eine Kontroverse Von Siegfried Ressel Was bleibt, wenn die letzten Zeugen der NS-Vernichtungspolitik und des Holocausts verstorben sind - jene Überlebenden der KZ-Lager, Todesfabriken, der Mord- und Ausrottungsstätten der Nazis? Wie reagieren Gedenkstätten, Forschungseinrichtungen und Historiker auf das Unausweichliche - dem Versterben der sogenannten "Zeitzeugen"? Welche neuen Konzepte werden entwickelt, welche Chancen eröffnen sich und wie gehen wir gesellschaftlich mit dieser Leerstelle um? Durchaus kontrovers stellt sich hier die Zukunft dar: zwischen pathetischen Beschwörungen auf das gemeinsame Erinnern, dem Einsatz neuester digitaler Darstellungstechnologien, dem Verweis auf hunderttausende Archivalien in Form von Interviews, Dokumenten, literarische Werke und Fotografien bis hin zur lakonischen Inszenierung von Fundstücken auf dem Gelände eines ehemaligen Vernichtungsortes präsentieren sich sich neue Vermittlungsmöglichkeiten, die in dem Feature von Siegfried Ressel beschrieben und diskutiert werden

Mittwoch 22:00 Uhr MDR KULTUR

MDR KULTUR Feature

Ausgewählte Kulturfeatures mit spannenden Themen vom Blick in die Geschichte bis zu hochaktuellen Fragen unserer Zeit, von Wissenschaft bis Lifestyle.

Mittwoch 22:30 Uhr HR2

Jazzfacts

What"s going on? - Features, Interviews und was die Szene (um-)treibt | Tim Sund Tim Sund electrified - "The Future on our Doorstep"

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