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Guten Morgen Österreich

06:30 Uhr Nachrichten

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Gedanken für den Tag

"Der Engel der Geschichte". Anlässlich von Walter Benjamins 80. Todestag erinnert der evangelische Theologe und emeritierte Bischof Michael Bünker an den Philosophen, dessen Einfluss auf die moderne Philosophie in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts enorm war "Es gibt ein Bild von Paul Klee, das Angelus Novus heißt. Ein Engel ist darauf dargestellt, der aussieht, als wäre er im Begriff, sich von etwas zu entfernen, worauf er starrt. Seine Augen sind aufgerissen, sein Mund steht offen, und seine Flügel sind aufgespannt", schreibt der Philosoph Walter Benjamin, der das Bild 1921 von Paul Klee erworben hat. Dieser Engel hat den Philosophen 20 Jahre lang begleitet - auch ins Exil. Und er hat sein Denken geprägt. Bis hin zu einem seiner berühmtesten Texte: "Über den Begriff der Geschichte", als aus dem "Angelus Novus" der "Engel der Geschichte" wurde. Walter Benjamins Texte sind tief und bisweilen mystisch, er war ein profunder Kenner der Literatur und der Philosophie. Benjamin (1892 - 1940) war jüdischer Herkunft und musste aufgrund der Machtergreifung der Nationalsozialisten nach Frankreich ins Exil gehen. 1940 war er gezwungen, zu Fuß über die Pyrenäen nach Spanien zu flüchten, ihm wurde jedoch an der französisch-spanischen Grenze von den spanischen Grenzbeamten die Einreise verweigert, woraufhin er noch in der gleichen Nacht Suizid beging. Berühmt wurde er erst lange nach seinem Tod, in der Aufbruchsphase der 1960er-Jahre. Doch da seine Philosophie immer "zwischen den Stühlen" positioniert war, konnten vielfach weder die politischen Lager noch die mystisch-spirituellen Richtungen etwas mit ihm anfangen. Anlässlich von Walter Benjamins 80. Todestag am 26. September erinnert der evangelische Theologe und emeritierte Bischof Michael Bünker an den Philosophen, dessen Einfluss auf die moderne Philosophie in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts enorm war.

07.00 Uhr
Ö1 Morgenjournal

mit Kultur aktuell

07.33 Uhr
Guten Morgen Österreich

07.55 Uhr
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Die Ö1 Club-Sendung. Aktuelle Veranstaltungen und Angebote der Ö1 Kulturpartner.

08.00 Uhr
Ö1 Journal um acht

08.10 Uhr
Ö1 heute

08.15 Uhr
Pasticcio

mit Nadja Kayali. ... menschliche und musikalische Ein Gespräch zwischen einem Impresario und einem König. Königliche Musik, obwohl der Kunst der Stellenwert nicht zuerkannt werden wollte. Außerdem: Was die Sandwichposition der Generationen bedeutet anhand von Philosophie und Musik.

08.55 Uhr
Heimspiel

09.00 Uhr
Nachrichten

09.05 Uhr
Hörbilder

Schwerpunkt Hören "Der Jazz und das Unbewusste" Der Musikwissenschaftler und Afrikaforscher Gerhard Kubik Feature von Natasa Konopitzky Gerhard Kubik will schon als Kind Schriftsteller werden, doch als er mit seiner Band 1959 beim Wiener Jazzfestival den ersten Preis macht, wähnt er sich am Anfang einer Musikerkarriere. Aber die Band löst sich unerwarteterweise auf. Gerhard Kubik ist frustriert und beschließt zu reisen. Er will den Ursprung des Jazz in Afrika erkunden. Durch Zufall landet er in Uganda, lernt dort das ostafrikanische Xylophon zu spielen und macht Aufnahmen mit seinem Tonbandgerät. Eine lebenslange Verbundenheit beginnt. Seitdem vergeht kein Jahr, in dem Kubik nicht in Afrika ist. Mittlerweile spricht er mehrere afrikanische Sprachen und hat Familie in Malawi. Gerhard Kubik gilt als einer der führenden Experten für afrikanische Musik, er erforscht die Wurzeln von Jazz und Blues und hat in seinem Archiv tausende Aufnahmen aus Subsahara-Afrika gesammelt. Seine musikwissenschaftlichen Entdeckungen haben zeitgenössische Komponisten wie György Ligeti beeinflusst. Gerhard Kubik ist auch Kulturanthropologe und beschäftigt sich mit Ethnopsychoanalyse. Er interessiert sich für gesellschaftliche Tabus und für die Rolle des Unbewussten in verschiedenen Kulturen. Das Alter scheint dem 85-Jährigen nicht viel entgegenhalten zu können: Gerhard Kubik arbeitet beharrlich weiter, publiziert wissenschaftliche Analysen, schreibt Bücher, unternimmt lange Forschungsreisen durch Afrika und unterrichtet an Universitäten in Österreich, Deutschland und der Schweiz. Den Traum von einer Musikerkarriere hat er sich ebenso erfüllt. Teilweise zumindest: Als Klarinettist und Gitarrist tritt er regelmäßig in Europa und Afrika mit der Donald Kachamba Heritage Kwela Band auf.

10.00 Uhr
Nachrichten

10.05 Uhr
Ö1 Klassik-Treffpunkt

Live aus dem RadioKulturhaus Wien. Gäste: Sebastian Gürtler, Michael Williams, Tommaso Huber, Gerhard Muthspiel. Präsentation: Albert Hosp Im Herbst 2000 haben sie ihr erstes Konzert gespielt. 20 Jahre später sind sie, in unveränderter Besetzung, mit frischer CD (bereits der 7. in ihrer Diskographie) unterwegs. Die originelle Besetzung mit Violine, Violoncello, Akkordeon und Kontrabass ermöglicht einen charakteristischen Ensemble-Klang mit völlig neuer Sicht auf bekannte Werke und einigen Original-Kompositionen, die alle Stilgrenzen überschreiten. Arrangement, Komposition, Improvisation vereinigen sich bei Amarcord Wien zu einem flexiblen Gesamt-Konzept, das von Anfang an sein Publikum faszinierte. Komponistenporträts von Satie bis Wagner, geografische Schwerpunkte von Russland bis Lateinamerika, Lieder-Abende mit der Sängerin Elisabeth Kulman: Amarcord Wien hat sich eine Reihe von einzigartigen Programmen erarbeitet. Aktuell stehen Beethoven, aber auch der in Wien lebende Musiker Marcus Davy auf der Spielliste von Amarcord Wien. Sebastian Gürtler, ehemals Konzertmeister an der Volksoper Wien, ist im Hugo Wolf Quartett, dem Alban Berg Ensemble und bei den Philharmonix tätig. Gürtler ist kein Genre fremd, ab und zu, Zitat von den Philharmonix "darf er singen" und seine Arrangements machen einen wichtigen Teil des Amarcord-Repertoires aus, wobei natürlich alle vier Mitglieder am charakteristischen Amarcord-Sound entscheidenden Anteil haben, mit Instrument und Stimme. Gerhard Muthspiel ist seit 1989 Solo-Kontrabassist an der Volksoper und vielseitig gefragter Kammermusiker sowie Mitglied einer bekannten, ursprünglich steirischen Musikerfamilie, Bruder von Christian und Wolfgang Muthspiel, Sohn von Kurt Muthspiel. Sein Bass-Spiel ist punktgenau und von warmem Klang. An seiner Seite steht Tommaso Huber, entweder in der Volksoper als Kontrabass-Kollege, oder bei Amarcord Wien am Akkordeon, dessen Tasten und Knöpfe der gebürtige Oberösterreicher Hubert gefühlvoll und kompetent zu drücken weiß. Cellist Michael Williams, geboren in Frankreich, ausgebildet in Sydney, Basel und Wien, spielt ebenfalls im Orchester der Volksoper und hat darüber hinaus sein Instrument in den unterschiedlichsten Formationen hören lassen, vom Wiener Kammerorchester bis zum Vienna Art Orchestra. Knapp vor dem Beginn einer Reihe von Jubiläums-Konzerten in Salzburg, Oberösterreich und Wien findet sich das Quartett nun im "Klassik-Treffpunkt" ein. Live-Musik ist dabei nicht ausgeschlossen ... !

11.35 Uhr
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11.40 Uhr
help - das Ö1 Konsumentenmagazin

12.00 Uhr
Ö1 Mittagsjournal

12.56 Uhr
Ö1 heute

13.00 Uhr
Le week-end

Frans Brüggen trifft das Wes Montgomery Trio Mit Jacob van Eyck, Thelonious Monk, Wes Montgomery, Georg Philipp Telemann und anderen. Die sagenumwobenste aller Sängerinnen leiht diesem le week-end ihren Namen: Die Nachtigall. Genauer gesagt: "Engels Nachtigall". Gar zu gern würden wir das nun wörtlich nehmen und der Nachtigall auch noch einen Engel gönnen, gemeint ist aber trotzdem die damals englische Mode der kunstvollen Vogelstimmenimitation. Auf diese sehr solistische Kunst des 17. und 18. Jahrhunderts - Nachtigallen singen ja weder im Chor, noch im Ensemble - lassen wir ein Trio antworten. Und zwar jenes des bemerkenswert entspannt und vor allem sanglich spielenden Jazzgitarristen Wes Montgomery. Das Wes Montgomery Trio - in einer raren Aufnahme mit Schlagzeug, Hammondorgel und Gitarre - teilt sich im heutigen le week-end die Bühne mit einer solistischen Nachtigall, mit der Blockflöte des großen Mentors dieses Instruments, Frans Brüggen. Ganz allein auf der Bühne, ohne Basso Continuo, sozusagen ohne Rhythmusgruppe, das ist immer eine Art Königskategorie. Im Jahr 1644 erscheint in den Niederlanden ein schmaler Band mit Stücken für Flöte solo mit dem Titel "Der Fluyten Lust-Hof", geschrieben und herausgegeben von Jacob Jan van Eyck, einem Virtuosen auf Glockenspielen und Flöten. Der blinde Musiker landet damit einen Hit, bald gibt es einen zweiten Band, kurz darauf schon zweite Auflagen. Die dieser Sendung den titelgebende "Engels Nachtigall", die englische Nachtigall, singt ihr Thema und - weil es sich ja um Kunst und nicht um Natur handelt - variiert dieses auf bis dahin unerhörte Weise.

14.00 Uhr
Ö1 Hörspiel

Ö1 Schwerpunkt "Hören" "Laute Nächte". Von Thomas Arzt. Mit Marie-Luise Stockinger (Anna), Felix Kammerer (Martin), Sarah Viktoria Frick (Kathi) und Nikolaus Barton (Erik). Musik: Hearts Hearts. Ton: Anna Kuncio. Regie: Andreas Jungwirth (ORF 2020) Eine junge Frau und ein junger Mann, nachts, beim Tanzen. Das ist die Geschichte. So einfach. "Laute Nächte" erzählt von Anna und Martin, die einander in einem Club begegnen. Aber es ist nicht die laute Musik, warum sie nicht miteinander sprechen können. Anna ist gehörlos. Das kann Martin ihr nicht ansehen und versteht Annas Verhalten als Ablehnung. Anna hat Erfahrung, was passiert, wenn ihr Gegenüber davon erfährt. Schließlich gilt sie auch im 21. Jahrhundert als behindert. Zurückweisung, Verständnis, Mitleid - das alles kennt sie, das alles will sie nicht wieder und wieder erleben. Aber Martin bedeutet ihr etwas und so offenbart sie sich ihm mit den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln: Ich kann dich nicht hören. Was bitte soll das Problem sein, denkt Martin. Wann sehen wir uns wieder?, liest Anna von seinen Lippen. "Laute Nächte" ist die Geschichte zweier Liebender ...

15.00 Uhr
Nachrichten

15.05 Uhr
Apropos Klassik

mit Chris Tina Tengel Erinnerungen an Vaclav Neumann - zum 100. Geburtstag des Dirigenten Während Rafael Kubelik in Großbritannien, den USA und dann in München für tschechische Musik einstand, Charles Mackerras speziell für Janacek erste Lanzen brach, entwickelte sich die Dirigentenkarriere des ausgebildeten Geigers und Bratschers Vaclav Neumann in Ost-Berlin und Leipzig. Just 1968 wurde der vor 100 Jahren geborene, 1995 verstorbene Musiker dann Chefdirigent der Tschechischen Philharmonie Prag. In Konzert und Plattenstudio gleich aktiv, hat Neumann hochgelobte Symphonien-Zyklen, etwa von Antonin Dvorak und Gustav Mahler gestaltet. In Wien war Neumann speziell beim ORF-Symphonieorchester ein gern gesehener Gast am Pult.

16.57 Uhr
Ö1 heute

17.00 Uhr
Nachrichten

17.05 Uhr
Diagonal

Der steirische Rust-Belt - Diagonal On the Road an der "Mur-Mürz-Furche" Sie war und ist der Inbegriff für Industrialisierung, Eisen und Stahl. Doch ab Mitte der 1980er Jahre machte die obersteirische "Mur-Mürz-Furche" einen beispiellosen Abstieg durch: Stahlkrise, Verstaatlichten-Krise, Strukturschwäche, Abbau von Arbeitsplätzen, gleichzeitig Landflucht und Sterben der Städte. Die Furche war zur Blaupause für die abgehängten Gegenden der Alpenrepublik geworden. Seit einigen Jahren wird jedoch von einem Aufschwung berichtet, dessen Basis die sogenannte Clusterpolitik gelegt hat: Netzwerke aus Wirtschaft und Wissenschaft, Kooperationen großer und kleiner Unternehmen und neue Investitionen. Der Erzberg in Eisenerz, von dem aller Wohlstand ausging, ist zwar nicht mehr der "steirische Brotlaib", aber immer noch der größte Tagebau Mitteleuropas. Das Hüttenwerk Donawitz, eine Betriebsstätte der omnipräsenten "Voest Alpine-Gruppe" und zweitgrößtes Eisenwerk Österreichs, produziert mit 120 Metern die längsten Eisenbahnschienen der Welt. In Kapfenberg entstehen nun neben einem neuen Edelstahlwerk eine Reihe von Start-up-Unternehmen, wie auch in Leoben und Bruck an der Mur. Manche Politiker schwärmen jetzt von einem "steirischen Silicon Valley". Auf der Schnellstraße S6 künden Schilder von den einstigen Glanzzeiten, aber auch von einer erfolgreichen Gegenwart: "Hightech since 1446". Gemeint sind freilich jene Bildungsinstitutionen, die das Holz in der grünen Steiermark, aber auch das Erz möglich machten: etwa die Montan Universität in Leoben oder Land- und Forstwirtschafts-Fachschulen mit gutem Ruf, wie in Bruck. Zugleich wandern aus der Region rund um Kapfenberg und Bruck, Mürzzuschlag und Eisenerz auch heute noch viele Menschen ab, vor allem junge und Frauen. Wie kann man sie halten? Wie den Spieß umdrehen? Denn auch dem Tourismus ging es schon besser. "Diagonal" tourt durch einen urban sprawl, durch eine von Fabriken geprägte Gegend, die nicht Stadt und nicht Land zu sein scheint. Sie nennt sich "grün", "saftig" und "ehern", pocht auf den Erzberg und die "Waldheimat". Die ehemals sozialdemokratische Hochburg schwärmt bis heute von der Gründerfigur Erzherzog Johann. Modernisierung ging und geht immer von oben aus.

19.00 Uhr
Nachrichten

19.05 Uhr
Tao - aus den Religionen der Welt

"Gefillte Fisch und Soja-Latte". Koscheres Essen zwischen den jüdischen Feiertagen Rosch Haschana und Jom Kippur Dass einem etwas nicht ganz koscher vorkommt, das passiert häufig. Gemeint ist damit: Ich bin skeptisch, da könnte etwas nicht ganz stimmen. Koscher hingegen ist etwas, das stimmt und taugt. Das jiddische Wort kommt vom hebräischen kaser. Zu 100% koscher geht es in den jüdischen Lokalen und Lebensmittelgeschäften Wiens zu. Sogar eine koschere Vinothek gibt es im zweiten Bezirk - die Weine entsprechen allesamt besonderen Reinheitsvorschriften und werden auch von einer nicht-jüdischen Klientel geschätzt. Worauf kommt es bei koscherer Ernährung an? Was sind ihre religiösen Hintergründe? Warum stehen Sojaprodukte so hoch im Kurs? Was lässt sich alles aus der aufblühenden jüdischen Gastro-Szene ableiten? An ethnischer Vielfalt genauso wie an gesellschaftlichen Trends ... Fragen wie diesen ist Brigitte Krautgartner im wahrsten Sinne des Wortes nachgegangen. Sie hat koschere Gerichte gekostet, die Traditionen rundherum in Erfahrung gebracht - und auch spezielle Kochtipps gesammelt. Eines steht ja fest: Am besten schmeckt das Traditionsgericht "Gefillte Fisch", wenn sie die jiddische Mame zubereitet hat - wie es zu den Feiertagen oft geschieht. Etwa zwischen dem Neujahrsfest Rosch Haschana (beginnend am Abend des 18. September) und dem Versöhnungstag Jom Kippur (beginnend am Abend des 27. September), der nach dem Mahl am Vorabend dann als Fasttag begangen wird. Wer freilich ausgehen will, zum Essen oder einfach der Geselligkeit halber, wird in TAO an diesem Samstag zwischen den hohen jüdischen Feiertagen auf eine Beisltour der koscheren Art mitgenommen.

19.30 Uhr
Giuseppe Verdi: "Nabucco"

Mit Giovanni Meoni (Nabucco), Antonello Palombi (Ismaele), Rafal Siwek (Zaccaria), Anna Pirozzi (Abigaille), Carmen Topciu (Fenena), Antonello Ceron (Abdallo) u.a. Chor und Orchester des Teatro San Carlo Neapel; Dirigent: Francesco Ivan Ciampa (aufgenommen am 09. Oktober 2018 im Teatro San Carlo von Neapel). Präsentation: Chris Tina Tengel

22.00 Uhr
Nachrichten

22.05 Uhr
Nachtbilder - Poesie und Musik

"Ausgewählte Gedichte". Von Erika Kronabitter. Gestaltung: Nikolaus Scholz. Redaktion: Edith-Ulla Gasser "Es gibt einige österreichische Autorinnen, die den Raum der Literatur in ihrer Arbeit sprengen" schreibt die Autorenkollegin Petra Ganglbauer in ihrem Nachwort zu Erika Kronabitters Gedichten. "Gemeint sind jene, die intermedial arbeiten und zudem in ihren Texten gattungsüberschreitend vorgehen. Erika Kronabitters Werk ist ein hervorragendes Beispiel für diesen künstlerischen Zugang". Kronabitter, Jahrgang 1959 und in Wien lebend, ist Autorin von Romanen und Gedichtbänden. Vor allem ihre Lyrik, so die Nachwortschreiberin, verstehe sich "als offenes System, das mit der Umwelt kommuniziert und Stimmen, Haltungen, Denkweisen zulässt, die nicht immer dem Zugang der Autorin alleine entspringen". Zitate wehen den Leser, die Leserin in diesen Gedichten an: Bilder und Worte von Ingeborg Bachmann, Bettina Wegner, Robert Schindel oder Friederike Mayröcker. Und doch sind es am Ende unverwechselbar und metaphernreich die Gedichte Erika Kronabitters: "nähmen wir das ich aus den dekaden / zerpflügten die zeitungsnotizen wie wellenkämme / ernteten nur furchtsamen verkümmerter dolden. / die früchte blieben als erinnerungslose reste / ereignislos wie gestrandetes abendrot".

23.00 Uhr
Nachrichten

23.03 Uhr
Die Ö1 Jazznacht

"Soundin' good!" - Klangästhetik im Jazz: Werner Angerer im Studio, Keith Jarrett/Gary Peacock/Jack DeJohnette im Blue Note, New York City Am Ö1 Schwerpunkt zum Thema "Hören" beteiligt sich auch diese Ö1 Jazznacht. Zu Gast im Studio ist der aus St. Pölten stammende Produzent und Tonmeister Werner Angerer, der für einen nicht unwesentlichen Teil der in Österreich entstandenen, rezenten Jazz-Produktionen klanglich verantwortlich zeichnet. Mit ihm spricht Xavier Plus über unterschiedliche Herangehensweisen an das Einfangen des Sounds einer Band, die Entwicklung und Auswirkungen von aufnahmetechnischen Mitteln auf die Musikproduktion der letzten hundert Jahre und was einen "guten Sound" ausmacht. Diesmal gibt es außerdem zwei Live-Mitschnitte in der Konzert-Rubrik zu hören: Zunächst eine Aufnahme vom Festival der Jazzwerkstatt Graz 2019, bei dem am 12. April letzten Jahres Saxofonist und Flötist Nils Berg mit seinem Trio "Cinemascope" gastierte. Mit Berg musizieren Christopher Cantillo (Schlagzeug) und Josef Kallerdahl (Bass), sie entführen uns in lebendige wie auch in kühle Klangwelten. Im Anschluss ein weiteres Trio, das allerdings unterschiedlicher kaum sein könnte: Eine der tontechnisch feinsten Konzertaufnahmen des Jazz dokumentiert Keith Jarretts Standards-Trio bei einer Residency im New Yorker Jazzclub Blue Note im Jahr 1994. Intimer und kompakter hat man Jarrett (Klavier), Gary Peacock (Bass) und Jack DeJohnette (Schlagzeug) selten gehört. Gestaltung: Xavier Plus

00.00 Uhr
Nachrichten

00.05 Uhr
Die Ö1 Jazznacht

(Fortsetzung) "Soundin' good!" - Klangästhetik im Jazz: Werner Angerer im Studio, Keith Jarrett/Gary Peacock/Jack DeJohnette im Blue Note, New York City; 01:00, 03:00 und 05:00 Uhr Nachrichten Am Ö1 Schwerpunkt zum Thema "Hören" beteiligt sich auch diese Ö1 Jazznacht. Zu Gast im Studio ist der aus St. Pölten stammende Produzent und Tonmeister Werner Angerer, der für einen nicht unwesentlichen Teil der in Österreich entstandenen, rezenten Jazz-Produktionen klanglich verantwortlich zeichnet. Mit ihm spricht Xavier Plus über unterschiedliche Herangehensweisen an das Einfangen des Sounds einer Band, die Entwicklung und Auswirkungen von aufnahmetechnischen Mitteln auf die Musikproduktion der letzten hundert Jahre und was einen "guten Sound" ausmacht. Diesmal gibt es außerdem zwei Live-Mitschnitte in der Konzert-Rubrik zu hören: Zunächst eine Aufnahme vom Festival der Jazzwerkstatt Graz 2019, bei dem am 12. April letzten Jahres Saxofonist und Flötist Nils Berg mit seinem Trio "Cinemascope" gastierte. Mit Berg musizieren Christopher Cantillo (Schlagzeug) und Josef Kallerdahl (Bass), sie entführen uns in lebendige wie auch in kühle Klangwelten. Im Anschluss ein weiteres Trio, das allerdings unterschiedlicher kaum sein könnte: Eine der tontechnisch feinsten Konzertaufnahmen des Jazz dokumentiert Keith Jarretts Standards-Trio bei einer Residency im New Yorker Jazzclub Blue Note im Jahr 1994. Intimer und kompakter hat man Jarrett (Klavier), Gary Peacock (Bass) und Jack DeJohnette (Schlagzeug) selten gehört. Gestaltung: Xavier Plus